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Empowerment | Mitbestimmung | Gemeinschaft | Friede

In Hohenems stand der Weltfrauentag 2024 ganz im Zeichen der Mitbestimmung. Das Zusammenspiel zwischen Mitbestimmung, der tragenden Gemeinschaft, gegenseitigem Empowerment und Frieden, wurde im Podiumsgespräch von vier beeindruckenden Frauen thematisiert. Die Speakerinnen teilten ihre Lebenswelten, Geschichten und Erfahrungen und beschäftigten sich mit den Fragen: Was bedeutet Friede für mich und meine Lebenswelt? Was oder wer hat mich dabei unterstützt, mitzubestimmen? Was braucht es für eine konstruktive Mitbestimmung und warum sind Frauen dabei unerlässlich?


Anika Reichwald (Jüdisches Museum Hohenems) ging darauf ein, dass Friede viel mehr als die Abwesenheit von Krieg bedeutet. Ein friedliches Zusammenleben erfordert unter anderem das Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Freiheit in unserem Sein und Werden. Allianzen schaffen, Initiative ergreifen, aufeinander zugehen, sich miteinander verbünden sieht sie als wichtige Schritte, um Mitbestimmung aktiv zu gestalten. Sie erinnert daran, dass wir nicht alleine sind und nur gemeinsam positive Veränderung sowie bessere Lebensbedingungen für alle schaffen können.


Für Elif Daglı (ehemalige Vorsitzende der Islamischen Religionsgemeinde Vorarlberg) ist die Erziehung wegweisend. Die Unterstützung der Eltern, der Schule, des Umfeldes sind essentiell, damit bereits Kinder lernen, dass ihre Meinung zählt und diese ernst genommen wird. Ihre Erfahrung in der Islamischen Religionsgemeinde Vorarlberg zeigt, dass mit Determination, Zielstrebigkeit und Professionalität, die Anerkennung von Frauen in männerdominierten Bereichen nicht nur möglich ist, sondern dazu führt, dass Frauen als Bereicherung gesehen werden.


Mirela Malagić (okay. zusammen leben) hob hervor, dass Friede bei einem selber beginnt und nur so nach außen getragen werden kann. Zudem machte sie stille Frauen sichtbar. Nicht nur Frauen, die laut sind, bestimmen mit. Besonders Frauen im Hintergrund, in der Familie, Mütter und Großmütter, sind starke Frauen, die uns in unserer Mitbestimmung prägen und denen es gilt, Wertschätzung entgegenzubringen. Grundsätzlich ist es wichtig, dass Frauen viel mehr ihre Stärken in den Vordergrund stellen.

Samantha Bildstein (Offene Jugendarbeit Hohenems, OJAH) rief zum mutig-sein auf. Sie übernahm als junge Frau die Geschäftsführung der OJAH und erarbeitete sich mit diesem Mut, Durchhaltevermögen und Kämpfergeist Respekt in der Jugendarbeit und darüber hinaus. Die Jugendlichen und besonders junge Frauen sind für sie der beste Beweis, dass Mitbestimmung funktioniert und einen Mehrwert für alle schafft, wenn man sie fördert und zulässt.


Das Podiumsgespräch wurde von Lisa Hämmerle (Friedens- und Konfliktforscherin) moderiert.


Musikalisch sorgte die emser Powerfrauenband ohoney für Stimmung. Kulinarisch versorgt wurden die Besucher:innen des Events von der OJAH, um gestärkt in vertiefende Gespräche einzutauchen. Die gut besuchte Veranstaltung der Stadt Hohenems anlässlich des Weltfrauentags fand mit DJ einen krönenden Abschluss.




Lisa Hämmerle, Samantha Bildstein,

Mirela Malagić, Elif Daglı & Anika Reichwald

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